Cooles, neues Leben...

Jetzt ist Fabio bereits sechs Wochen und einen Tag alt und mittlerweile hat sich unser Alltag ziemlich eingespielt. Er ist nach wie vor ein sehr zufriedener kleiner Kerl und ich möchte ihn nicht mehr missen. Auch wenn man in vielen Sachen etwas eingeschränkter ist (dessen waren wir uns ja schon bewusst, als wir uns ein Kind wünschten), ist es einfach ein unbeschreibliches Gefühl die Verantwortung für ein so kleines Wesen zu tragen. Man muss sich halt ein wenig organisieren um zwischen Stillen und Wickeln auch noch Zeit für anderes zu haben, aber auf eine Prüfung lernen und in Büchern lesen geht sehr gut.
Schon vor langer Zeit habe ich von einer Kollegin ein Snugli (ein Tragesack) erhalten. Heute erst habe ich ihn mal ausprobiert und ich muss sagen, ich bin begeistert. Beide Hànde sind frei und Fabio schläft genüsslich... Im Tagetuch, welches wir haben, ist das zwar auch so, aber mit dem Binden bin ich noch nicht so gut... Ich überlasse das Tuch meinem Mann, der schon mit dem Tragetuch spazieren war. Ich nehme den Snugli... Schade, dass ich das erst jetzt ausprobiert habe.
Aber es ist schon ein cooles, neues Leben mit Kind und ich bin gespannt auf jeden Entwicklungsschritt von Fabio und freue mich darauf. Seit seiner Geburt hat er schon 6,5 cm an Grösse zugelegt und ist damit anscheinend für sein Alter eher gross. Wiegen tut er 4,2 kg und der Kopfumfang hat sich auch um 3 cm vergrössert. Er wächst und gedeiht. Aber natürlich macht man sich sofort wegen allem Sorgen, wenn mal etwas nicht ist wie es sollte...
Heute war denn auch ein bedeutender Moment in meiner studiumstechnischen "Karriere". Endlich habe ich die Diplomarbeit eingereicht. Wieder ein Kapitel mehr abgeschlossen....

Bis bald!

30.1.09 16:22, kommentieren

Er ist da!

Am 22. Dezember beim letzten Eintrag noch geduldig am Warten, am 25. Dezember bereits Mama. Unser Sohn ist ein echtes Weihnachtskind geworden! Endlich ist er da und das Gefühl Mutter dieses kleinen Geschöpfes zu sein ist unbeschreiblich schön, auch wenn es immer wieder Unsicherheiten gibt und meine Hormone Achterbahn fahren.

So ging ich am 24. Dezember am Morgen noch arbeiten, als gegen Mittag dann langsam die ersten Wehen begannen... Allerdings noch sehr unregelmässig und ich war mir auch nicht sicher, ob es das wirklich schon ist, oder ob es wieder nur Senkwehen sind. Nach langem Hin und Her und einem Bad von 17 Uhr bis 18 Uhr, das die Wehen etwas verstärkte, entschieden wir uns um kurz vor 21 Uhr ins Spital zu fahren. Allerdings waren die Wehen zu diesem Zeitpunkt noch immer unregelmässig. Nach dem Eintrittsgespräch und dem Ultraschall hiess es zunächst noch, dass ich die Nacht eventuell noch zu Hause verbringen könnte. Als die Hebamme mich jedoch untersuchte, stellte man fest, dass der Gebärmutterhals bereits weg war und der Muttermund 2 cm offen. Die Wehen wurden etwas heftiger und um 22 Uhr platzte die Fruchtblase. Danach ging es so richtig los und um 00.39 Uhr am 25. Dezember hatte ich meinen kleinen Schatz bereits in den Armen. Einmalig und unbeschreiblich...

Die Tage im Spital waren etwas hektisch, viel Besuch, Untersuchungen, die richtige "Handhabung" des Babys lernen. Es gab immer was zu tun und zur Ruhe kam man auch nicht wirklich.

Der 30. Dezember war etwas besonderes. Endlich durften wir nach Hause und mein Mann holte uns ab... Zum ersten Mal waren wir mit Fabio ausserhalb des Spitals, frische und kalte Luft, die erste Autofahrt, die Hektik des Einkaufszentrums, aber unser Kleiner, dick eingemummelt, überstand alles gut und ohne grösseres Murren.

Die erste Nach hingegen war für die Mama eine Tortur. Nicht, weil der Kleine uns oft geweckt hätte, sondern, weil er nun in seinem eigenen Zimmer schlafen sollte. Für ihn war es weniger schlimm als für Mama. Jetzt hatte ich ihn 24h am Tag, fünf Tage lang immer bei mir und nun soll er alleine im Zimmer schlafen, ohn Mama, ohne Papa einfach so in seinem grossen Bettchen... Er machte es toll, doch auch die zweite Nacht war für mich wieder schlimm. Ich weinte, meine Hormone spielten verrückt, aber in der dritten Nacht, nachdem ich wusste, dass unser Kleiner ein echter Schatz ist und gut schläft, fing es dann an etwas besser zu werden.

Aber natürlich gibt es noch viele Fragen, man macht sich Sorgen, man muss ausprobieren, herausfinden, sich kennenlernen, die neue Herausforderung anpacken... Aber es macht Spass Eltern zu sein. Die Besuche der Hebamme zu Hause sind sehr nützlich und wertvoll und jeden Tag lernen wir und unser Kleiner wieder neue Sachen. Jeden Tag gibt es neues zu entdecken und jeden Tag sind wir aufs neue dankbar einen so wunderbaren kleinen Kerl geboren zu haben!!!

4.1.09 11:49, kommentieren

Endlose Warterei...

Die Nächte werden länger und länger und das meine ich nicht im meteorologischen Sinne, sondern ganz persönlich. Meine Nächte werden mühsamer. Alles tut weh, wenn ich mich drehe, was, wie ich mich belehren liess daran liegt, dass meine Gebärmutter an diversen Bändern hängt, die nun eine Last von x kg tragen müssen und das bedeutet nun mal SCHMERZEN! Wenn ich aufstehe müssen meine Knochen sich zuerst "sortieren", was bedeutet, dass ich zuerst ein paar Schritte gehen muss, bis alles wieder da ist, wo es hingehört. Zumindest fühlt es sich so an. Die nächtlichen Klobesuche werden häufiger, das Einschlafen danach beschwerlicher. Die Träume werden immer grauenhafter und das nicht einmal auf die Geburt bezogen, sondern sonst... Ich träume von Beziehungen die kaputt gehen, von Schwerverbrechern, Verfolgungsjagden, Schiessereien... Halt all das, was einen in Schweiss ausbrechen lässt. Was das wohl zu bedeuten hat? Wenn ich es dann mal schaffe einigermassen entspannt in halbwegs entspannender Lage fast einzuschlafen, tritt und boxt es in meinem Bauch. Natürlich bin ich froh mein Kind zu spüren, dann weiss ich, dass soweit alles ist wie es sollte, aber genau in diesem Moment könnte ich meist gut darauf verzichten. Der Bauch wird dicker und dicker und schwerer und schwerer und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich bald platze, wenn das so weitergeht. Wie auch immer. Die Nächte werden länger und je länger ich jeweilen wach liege, umso mehr wünsche ich mir Wehen herbei... Ihr Wehelein kommet, oh kommet doch all... Aber Junior scheint es bei mir nach wie vor gut zu gefallen!
Klar ist die Schwangerschaft an und für sich etwas wunderbares, aber wenn man auf den Tag x wartet und nur noch wenig davon entfernt ist, beginnt man sich schon zu fragen, wieso es nicht bald einmal losgehen möge?! Ich bin bereit, bereit für alles auch für die Schmerzen um die man wohl nicht drumherum kommt. Ich will gebären! Jawohl! :-)

Natürlich hat es andererseits aber auch Vorteile, wenn man das kleine Menschlein noch in sich herumträgt. Es ist immer bei mir, schreit nicht, braucht nichts, man braucht keinen Babysitter, wenn man schnell wohin will... Aber wirklich frei bewegen kann man sich, siehe oben, trotzdem nicht...

Die Ungeduld wächst, die Vorfreude auf ein Leben zu dritt auch. Wir sind bereit, also bitte du kleines Menschlein, mach dich auf den Weg!!!

Bis bald!

1 Kommentar 22.12.08 12:44, kommentieren

Krank

Tja, nun sitze ich da, kriege kaum ein Wort heraus, mein Hals schmerzt und ich bin voll k.o.. Anscheinend habe ich mir nun doch eine dicke Erkältung eingefangen. Gestern hatte ich dafür die ganze Zeit leichte Wehen, wohl Senkwehen, und fühlte mich auch nicht besonders fit. So haben meine lieben Schüler heute also wieder keine IF-Stunden. Mein Mann findet ich hätte in letzter Zeit zu viel Stress gehabt und solle mich entspannen, damit Junior merke, dass ich nun bereit für ihn sei, dass ich nun Zeit hätte...
Na hoffen wir, dass er merkt, dass er nun endlich kommen kann. Er ist auf jeden Fall zu jeder Zeit herzlich willkommen!

Bis bald!

19.12.08 07:55, kommentieren

Die Spannung steigt...

Bereits sind wieder einige Tage vergangen… Wir schreiben den 18. Dezember, mein Wunschdatum für die Geburt unseres kleinen Sohnemannes, ich bin in der 39. Schwangerschaftswoche, trinke fleissig von diesem grauenhaften Himbeerblättertee, weil der angeblich Wehen anregen soll, aber Junior macht noch keine Anstalten auf die Welt zu kommen. Er bewegt sich wie verrückt, doch der Platz, den er in seiner Einzimmerwohnung mit Luxusverwöhnprogramm (Wellness im 37°C warmen Wasser, Nahrung und Versorgung in unmittelbarer Nähe…was will man mehr!) noch hat, scheint ihm zu genügen. Von aussen wird er auch immer schön gestreichelt, er hat immer Gesellschaft, muss nicht alleine sein, er kann zuhören und muss keine Antwort geben (das gefällt den Männern, oder?) und muss absolut nichts tun… Noch nicht! Die Geburt wird schon eine stressige Sache werden, für ihn und für mich, wahrscheinlich ist er einfach noch am Kraft tanken dafür. Ich hingegen wäre bereit.

Die Spannung steigt mit jedem Tag. Wann geht es los? Wie wird es sein? Es sind immer die gleichen Fragen, die man sich stellt und ich denke, dass auch mein guter Mann von Tag zu Tag mehr auf Nadeln ist, wenn er am Morgen in die Arbeit fährt. Wir sind gespannt und freuen uns auf das grosse Abenteuer das uns erwartet… Irgendwie eine “Reise” ins Unbekannte, denn wer weiss schon, wie wir mit dem Kind zurechtkommen werden, wie es sein wird? Wie unsere Beziehung sich verändern wird? Wie pflegeleicht der kleine Kerl sein wird….

Die Spannung steigt also auf der vollen Linie. Das Leben wird sich komplett verändern…. Und das ist auch gut so ) !!

1 Kommentar 18.12.08 08:08, kommentieren

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